transit09 | Der letzte Koffer
Im Zusammenhang mit transit09 zeigen über 150 Kunstschaffende aus der Zentralschweiz ihre Werke zum Thema "Der letzte Koffer". Eine lebendige Ausstellung in einmaliger Umgebung.
© Melanie Moser
Service
Der Bildhauer Alberto Giacometti zerstörte vor seinem Transit von Genf nach Paris einen grossen Teil seines plastischen Schaffens. In kleinen Zündholz-schachteln verpackt überbrachte er einige Kleinplastiken, die den Kern, die ideellen Voraussetzungen seiner späteren Werke, seines weiteren künstlerischen Schaffens enthielten.
In Anlehnung an diese Reduktion haben Innerschweizer Künstlerinnen und Künstler eine Momentaufnahme ihres eigenen künstlerischen Schaffens vorgenommen. Diese künstlerische Auseinandersetzung minimierten sie und verpackten dieses in einen Koffer, „den letzten Koffer¼. Jeder Koffer versteht sich als künstlerische Reduktion, einer Hinterlassenschaft oder eines Testamentes, mit der sich die Person auf die Flucht begibt, ausser Landes flieht, seine Identität wechselt oder von der Bildfläche verschwindet.
Alle diese letzten Koffer der über 150 Kunstschaffenden aus der Zentralschweiz sind vom 25. April bis 17. Mai 2009 in der Turbinen Halle in Giswil ausgestellt. Die Ausstellung steht im Rahmen des Innerschweizer Kulturprojektes transit09 der Albert Köchlin Stiftung.
Dokumentarisch festgehalten wird diese künstlerische Momentaufnahme zentralschweizerischen Kunstschaffens in einem 200-seitigen Kunstbuch. Literarisch untermalt mit den Gedanken des Schweizer Schriftstellers Peter Stamm. Dieses grosse regionale künstlerische Schaffen , wird dank dieser bebilderten Dokumentation auch nach der Ausstellung „der letzte Koffer¼ über die Grenzen der Innerschweiz hinaus getragen. Der Verlag Martin Wallimann wird das Kunstbuch zur Ausstellung „der letzte Koffer¼ an der Frankfurter Buchmesse im Herbst 09 vorstellen.

















