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Visions du Réel | Rabbit à la Berlin

Im "No Man's Land" der Todeszone der Berliner Mauer lebten die Hasen wie im Paradies. In einer überraschenden Bildcollage geht der Film «Rabbit à la Berlin» von Bartek Konopka dieser historischen Tatsache nach.

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Synopsis Man stelle sich eine Art Orwellsche Rabbit Farm in der Todeszone der Berliner Mauer vor, erzählt von einer weiblichen Stimme aus dem Off. Der Streifen, der Ost- und West-Berlin während fast drei Jahrzehnten trennte, bedeutete für die Menschen beim Betreten den Tod. Für die hoppelnden Genossen hingegen war das Terrain nach dem Mauerbau zunächst ein sicheres Reservat. Es gab genug zu essen, keine Feinde und Platz für alle; von den Wächtern wurden sie gar beschützt, denn es war verboten, auf die Mummelmännchen zu schiessen. Doch die Fortpflanzungsfreude der Karnickel und ihre unkontrollierte Ausbreitung wurden den Tieren zum Verhängnis. Als 1989 die Mauer fiel, musste sich Meister Hase in der unbekannten Stadt ein neues Zuhause suchen.

Wertung Der Film «Rabbit à la Berlin» ist raffiniert als Metapher für die Geschehnisse von 1961 bis 1989 angelegt. Das reichliche Archivmaterial, welches ungewohnte Bilder der Hasen am Boden und Aufnahmen der Mauer aus der Luft zeigt, wechselt mit Interviews ehemaliger Soldaten, einem Hasenspezialisten und andern Persönlichkeiten ab; Fotocollagen von orientierungslosen Karnickeln im Strassenverkehr ergänzen den Bilderfluss. Mit seinem Film schafft der polnische Filmemacher Bartek Konopka eine rhythmisch montierte Collage, die durch den Einbezug fiktiver Elemente zu einem überraschenden Dokument über die Auswirkungen der Berliner Mauer auf

Infos title=

Visions du Réel | Fr, 24. April | 17 Uhr | Capitole 1 Leone
Wiederholung | So, 26. April | 9 Uhr | Capitole 2 Fellini


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