Visions du Réel | R.A.S. Nucléaire, rien à signaler
Der Film «R.A.S. nucléaire, rien à signaler» von Alain de Halleux ist die Bestandsaufnahme einer katastrophalen Situation. Es sind doch viele, die an das demokratische Versprechen der Atomkraft geglaubt haben: Elektriziät für alle.
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Synopsis Ausgehend von der Tragödie von Tschernobyl 1986, bei der unmittelbar nach dem Unfall hunderte von „Liquidatoren“ eingesetzt wurden, um den Reaktor zu sichern und eine Kettenreaktion zu verhindern, und dabei enormen Dosen von Radioaktivität ausgesetzt wurden, stellt sich Alain de Halleux folgende Frage: Was würde heute, da die Nukleardebatte weit weniger hitzig geführt wird als in den 80er-Jahren, aus jenen berühmten „Liquidatoren“ werden, wenn es zu einem Unfall käme? In ganz Europa, vor allem aber in Frankreich, trifft er sich mit Arbeitern von Atomkraftwerken, von deren Einsatz und Kompetenz die Sicherheit der Bevölkerung abhängt. Das Ergebnis ist jämmerlich! Die Kraftwerke wurden von grossen internationalen Konzernen aufgekauft und die Sicherheitsmassstäbe wurden auf dem Altar der Rentabilität geopfert. Die mit der Überprüfung der Betriebssicherheit beauftragten Kontrolleure werden unter Androhung der Entlassung dazu angehalten, keine besonderen Vorkommnisse zu melden. Und allen Streiks und Protesten zumTrotz scheint sich die Lage nicht zu bessern.
Wertung «R.A.S. nucléaire, rien à signaler» ist die Bestandsaufnahme einer katastrophalen Situation und lässt nicht nur die Chefs der Energiekonzerne zu Wort kommen, sondern auch jene, die im Schutzanzug in den Reaktorkern hinabsteigen und dabei ihre Gesundheit gefährden. Denn wie so viele haben auch sie einmal an das demokratische Versprechen der Atomkraft geglaubt: Elektrizität für alle.
Visions du Réel | Mo, 27. April | 22 Uhr | Salle de la Colombière
















