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Der Schweizer Heimatschutz ehrt die Gemeinde Altdorf im Kanton Uri mit dem Wakkerpreis 2007

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Im Zentrum vom Freilichtstück D'Gotthardbahn steht die Kantine auf dem Dorfplatz in Göschenen. Dort werden die arbeitenden Männer, Frauen und Kinder verpflegt, dort werden die anstehenden Probleme besprochen, Gerüchte gestreut, wird der Lohn ausgehändigt und gleich in Alkohol und anderes umgesetzt. Dort gibt es auch Musik und manchmal Tanz, dort werden Reden gehalten und Messen gefeiert, dort wird Heimweh empfunden und werden Blessuren behandelt und dort kommt es zum Streik.

Dort treffen wir aber auch die wichtigen Männer, die den Bau des Gotthardeisenbahntunnels geprägt haben. Allen voran Louis Favre (1826–1879), als Verantwortlicher für die Erstellung der Gotthardbahn, ist er ein unverbesserlicher Optimist und geniesst bei seinen Arbeitern grosse Verehrung. Zu schaffen macht ihm jedoch das ständige politische und finanzielle Hickhack sowie der grosse Zeitdruck, den er sich mit seinem Kostenvoranschlag selber auferlegt hat. Favre bricht am Samstag, den 19. Juli 1879 im Tunnel zusammen und stirbt kurz darauf.

Kritik Spannend und stimmig erzählen die rund 150 Laienspieler und zwei Profis die Geschichte vom Gotthardbahntunnel. Ein gutes Konzept, eine packende Geschichte und wunderschöne Gesangseinlagen von Sandra Arnold als Zigeunerin machen die Aufführung zum Erlebnis. Das Publikum zeigt sich von der Inszenierung begeistert. Es ist insbesondere der Profischauspieler Werner Biermeier, der die stärksten emotionalen Momente bei den Zuschauern auszulösen vermag. Wenn er am Ende des Stücks “Viva il Gottardo” ruft, wird man förmlich vom Zauber und der Kraft der Geschichte mitgerissen. Angesichts des beachtlichen Budgets wäre es vielleicht eine gute Option gewesen, wenn mehr Rollen von Profis besetzt worden wären. Trotzdem: D’Gotthardbahn ist Laienspiel vom Feinsten. (FS)

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D'Gotthardbahn, Freilichtspiel in Göschenen UR von Paul Steinmann, Regie: Stefan Camenzind, mit Werner bis 25. August 2007


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Im Zentrum vom Freilichtstück D'Gotthardbahn steht die Kantine auf dem Dorfplatz in Göschenen. Dort werden die arbeitenden Männer, Frauen und Kinder verpflegt, dort werden die anstehenden Probleme besprochen, Gerüchte gestreut, wird der Lohn ausgehändigt und gleich in Alkohol und anderes umgesetzt. Dort gibt es auch Musik und manchmal Tanz, dort werden Reden gehalten und Messen gefeiert, dort wird Heimweh empfunden und werden Blessuren behandelt und dort kommt es zum Streik.

Dort treffen wir aber auch die wichtigen Männer, die den Bau des Gotthardeisenbahntunnels geprägt haben. Allen voran Louis Favre (1826–1879), als Verantwortlicher für die Erstellung der Gotthardbahn, ist er ein unverbesserlicher Optimist und geniesst bei seinen Arbeitern grosse Verehrung. Zu schaffen macht ihm jedoch das ständige politische und finanzielle Hickhack sowie der grosse Zeitdruck, den er sich mit seinem Kostenvoranschlag selber auferlegt hat. Favre bricht am Samstag, den 19. Juli 1879 im Tunnel zusammen und stirbt kurz darauf.

Kritik Spannend und stimmig erzählen die rund 150 Laienspieler und zwei Profis die Geschichte vom Gotthardbahntunnel. Ein gutes Konzept, eine packende Geschichte und wunderschöne Gesangseinlagen von Sandra Arnold als Zigeunerin machen die Aufführung zum Erlebnis. Das Publikum zeigt sich von der Inszenierung begeistert. Es ist insbesondere der Profischauspieler Werner Biermeier, der die stärksten emotionalen Momente bei den Zuschauern auszulösen vermag. Wenn er am Ende des Stücks “Viva il Gottardo” ruft, wird man förmlich vom Zauber und der Kraft der Geschichte mitgerissen. Angesichts des beachtlichen Budgets wäre es vielleicht eine gute Option gewesen, wenn mehr Rollen von Profis besetzt worden wären. Trotzdem: D’Gotthardbahn ist Laienspiel vom Feinsten. (FS)

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Wakkerpreis 2007 an Altdorf

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Seit 1972 zeichnet der Schweizer Heimatschutz jährlich eine politische Gemeinde mit dem Wakkerpreis aus. Dieses Jahr geht der Preis an Altdorf, den Hauptort des Kantons Uri.
Altdorf hat ein Ortsbild entwickelt, welches sich durch den Erhalt, die Sanierung und den sensiblen Umgang mit der alten Baussubstanz auszeichnet. Gleichzeitig sind hochwertige Neubauten entstanden, die sich gut in das Ortsbild einfügen. Die Grundlage für diese Stadtentwicklung ist eine strukturierte und organisierte Raumplanung. Die Gemeinde setzt sich aktiv für den Schutz der alten Baussubstanz ein und fördert zu gleich Wettbewerbe für neue Bauprojekte.

Der Weg durch Altdorf führt durch enge Gassen – immer wieder vorbei an alten mit Efeu bewachsenen Mauern, die sich aus unterschiedlich grossen Natursteinen gebaut sind. Die Gassen führen zu Plätzen mit Brunnen, umringt von alten Gebäuden mit hellen Fassaden und farbigen Fensterläden. Zwischen diesen alten Gebäuden finden sich moderne Gebäude mit Glas-, Sichtbeton- und Putzfassaden. Durch eine hellgraue, weisse oder transparente Erscheinung bilden diese modernen Gebäude eine Einheit mit Ihrer Umgebung. Um das Dorf herum befinden sich Berge, Wälder, von denen aus der Blick auf den verdichteten Dorfkern von Altdorf fällt.

Gelungene Beispiele:

  • Erweiterung und Umbau der Schulanlage St. Karl (Architekten: Lussi + Halter, Landschaftsarchitekt: Stefan Koepfli)
  • Renovation des 1550 erbauten Suworow – Hauses (Leitung: Werner Furger, André Meyer)
  • Das Mauersanierungsprojekt ALMAUSA

Die offizielle Preisübergabe findet am 12. Mai 2007 im Rahmen einer öffentlichen Feier statt.

Mehr Infos unter: www.heimatschutz.ch | www.altdorf.ch

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Beitraginfos:
www.sam-basel.org


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