Eröffnungsfilm | Kinshasa Symphony
Ein Orchester in Afrika, das ganz im Rhythmus der 9. Symphonie von Beethofen lebt. Mit dem Film „Kinshasa Symphony“ von Claus Wischmann und Martin Baer wird die 16. Ausgabe des Festivals Visions du Réel eröffnet. Eine Ode an das Leben!
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Synopsis „Kinshasa Symphony“ handelt davon, wie Menschen inmitten einer der chaotischsten Städte der Welt eines der komplexesten Systeme menschlicher Zusammenarbeit aufbauen: ein Symphonieorchester. Es ist ein Film über eine Stadt in Afrika, ihre Bewohner – und über ihre Musik: Händel, Verdi, Beethoven.
Eine der jüngsten, größten, chaotischsten Städte der Welt. Eine der am schnellsten wachsenden ‚Mega-Cities’, ein Moloch. Beyond Chaos, als schon „jenseits von Chaos“ beschreibt der Dichter Thierry Mayamba Nlandu seine Stadt. Er muss es wissen, er ist ein echter „Kinois“, ein Bewohner von Kinshasa.
„Kinshasa Symphony“ zeigt Kinshasa mit all seiner Fülle, Geschwindigkeit, Farbenpracht, Vitalität und Energie. Der Klang dieser Stadt und der Klang ihres Orchesters werden vermittelt durch ein Soundkonzept, das die Musik und die Atmosphäre von Kinshasa vereint. Viele Jahre lang war das alles nicht nur sehr schwierig, sondern offiziell verboten; Diktator Mobutu wollte verhindern, dass die Welt Bilder vom Verfall seines Landes zu sehen bekommt. Deswegen gibt es aus dem Kongo, wenn überhaupt, nur Nachrichtenbilder im ‚Reportagestil’. „Kinshasa Symphony“ wird ein anderes Bild vom Kongo zeigen.
Das gemeinsame Musizieren, die Probenarbeit und schließlich die Konzerte des Orchesters, die die Protagonisten und mehr als zweihundert weitere ‚Kinois’ zusammenführen, sind Bilder für die Kraft und Entschlossenheit, mit der sich die kongolesische Zivilgesellschaft aus einem jahrzehntelangen Teufelskreis von kolonialer Unterdrückung, Tyrannei, Armut und Krieg befreien will.
Das Orchester Das „Orchestre Symphonique Kimbanguiste“ besteht seit fünfzehn Jahren. Am Anfang teilten sich einige Dutzend musikbegeisterte Amateure die wenigen Instrumente. Damit jeder einmal an die Reihe kam, wurde in mehreren Schichten geprobt. Heute stehen bei Konzerten des „OSK“ zweihundert Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Die meisten davon sind nach wie vor Autodidakten und Amateure.
Armand Diangienda ist Gründer und Dirigent des OSK. Er spielt selbst Cello und komponiert: „Die Musik hilft mir zu denken und mein Leben besser zu planen. Und auch wenn die Proben oft mühselig und Fortschritte nicht sofort erkennbar sind, das gemeinsame Musizieren hilft über viele Dinge hinweg.“
Visions du Réel | Do, 15. April 2010 | 20 Uhr | Salle Communale, Nyon (Gästeliste)
Visions du Réel | Do, 15. April 2010 | 20.30 Uhr | World-Dreams Capitole 1 Leone, Nyon

















