Visions du Réel | Kinshasa Symphonie
«Kinshasa Symphony» von den beiden deutschen Filmemachern Claus Wischmann und Martin Baer zeigt den chaotischen Alltag einer ungewöhnlichen Musikgruppe in der pulsierenden Metropole Kinshasa.
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Synopsis Liebevoll wird ein Cello aus einem Stück Holz gesägt, als Muster dient ein Originalinstrument.
Jedes Teilstück wird sorgfältig nachgezeichnet und reproduziert. Albert Matubenza, Mitglied des Orchestre Symphonique Kimbanguiste, baut nicht nur Instrumente für das Orchester, er lernt die Streicher auch, diese zu spielen. Die Mitglieder des 200-köpfigen Orchesters sind leidenschaftliche Amateurmusiker und kreative Autodidakten. Nebenher schneidern sie Kleider für die Konzerte, die Noten schreiben sie ab. Sie spielen Beethoven, Mozart und Orff, mühevoll erlernen junge Elektriker, Friseure, Apotheker und überarbeitete Mütter die deutsche Sprache rein phonetisch.
Über ein Jahr lang begleiten die Filmemacher Claus Wischmann und Martin Baer die Vorbereitungen für den grossen Auftritt am Unabhängigkeitstag der Demokratischen Republik Kongo und beobachten die Protagonisten beim Spagat zwischen Musizieren und Arbeit. Joséphine Nsimba steht um vier Uhr morgens auf, um auf dem Markt Omeletten zu verkaufen und anschliessend bis spät in die Nacht zu proben. Seit der Existenz des Orchesters haben die Mitglieder zwei Putsche, einen Krieg und einige Krisen miterlebt. Orffs Carmina Burana wurde vor der Geräuschkulisse einer Autowerkstatt geprobt. Während des imposanten Konzerts unter freiem Himmel übertönt das populäre Chorwerk für einen Moment Kinshasas allgegenwärtigen Sound – ein klangvoller Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft.
Visions du Réel | Do, 15. April 2010 | 20 Uhr | Salle Communale, Nyon (Gästeliste)
Visions du Réel | Do, 15. April 2010 | 20.30 Uhr | World-Dreams Capitole 1 Leone
Wiederholung | So, 18. April 2010 | 09.00 Uhr | Capitole 1 Leone

















