Visions du Réel | Kick in Iran
Sara ist die erste iranische Athletin, die an den Olympischen Spielen teilnehmen konnte. «Kick in Iran» von Fatima Geza Abodollahyan ist ein engagierter Film gegen die Diskriminierung der Frauen.
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Synopsis Sara war die erste iranische Sportlerin, die an den olympischen Spielen teilnehmen konnte. Das passte den geistlichen Behörden ganz und gar nicht, denn für sie ist das eine Sünde und wird sogar mit Prostitution gleichgesetzt. Dazu kommt noch, dass Sara eine wenig weibliche Sportart ausübt, nämlich Taekwondo, einen harten Kampfsport. Aber sie fühlt sich vor allem als Sportlerin und schert sich nicht darum. Sie weiss auch, dass Frauen anderswo mehr Rechte haben und ist fest überzeugt, dass sie auch gewinnen kann, wenn sie ein Kopftuch trägt und mit einer Frau trainiert. Ihre Trainerin Maryam ist mehr als nur ihr Coach, sie ist ihr « Meister », ihr Vorbild und wie eine Mutter.
Wertung Fatima Geza Abdollahyan begleitet Sara beim Training und im Alltag vor den Olympischen Spielen von Peking und beobachtet sie mit Distanz und Sympathie. Der Film ist voller spannender, dramatischer Momente und unerwarteter Wendungen. Die junge Sportlerin wird verletzt und muss ihre Qualifizierung gegenüber einer Kollegin neu erringen. Kick in Iran zeigt die Diskriminierung der Frauen in diesem von den Mullahs beherrschten Land auf nuancierte Weise. Es sind zwar fortschrittliche Stimmen zu hören wie die des Vaters von Sara, doch stösst sie dauernd auf Tabus und Verbote wie zum Beispiel, als sie einen Trainingsanzug auswählen muss, der so weit wie möglich ist, als sie eine Sporthalle benutzen will und als der Sieg eines iranischen Athleten gefeiert wird und sie nur am Rand dabei sein darf.
Visions du Réel | Fr, 16. April 2010 | 15:00 Uhr | Capitole 2 Fellini
Wiederholung | Di, 20. April 2010 | 14.30 Uhr | Capitole 1 Leone

















