Pardo 2010 | Festivalvorschau
"Filmfestivals sind dazu bestimmt, Filme zu begleiten, zu kommentieren und zu unterstützen - nicht nur, sie zu zeigen...", so der neue künstlerische Leiter des Festival del film Locarno Olivier Père. Wir sind gespannt...
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Das Festival del film Locarno war eines der ersten, das sich zu Recht als Werkstätte sah und erkannte, dass die heute noch experimentell anmutenden Bilder und Töne die Filmsprachen von morgen ankündigen und kleine und grosse ästhetische Revolutionen einleiten könnten.
Seine Grösse erlaubt dem Festival del film Locarno, den Film in all seinen Facetten zu präsentieren, mittels Retrospektiven und Hommagen seinen Ursprüngen nachzugehen und dennoch eine überblickbare Grösse zu bewahren, die der Zersplitterung und Verzettelung entgegenwirkt sowie die gute Rezeption der Filme, die angenehme Atmosphäre und Begegnungen mit den Filmemachern und Schauspielern fördert. Die Filmauswahl des Festival del film Locarno folgt ausgesuchten Kriterien, und es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Quantität die Qualität ersetzen kann.
Festival 2010
Das 63. Filmfestival von Locarno ist das erste, das unter der Regie von Olivier Père stattfinden wird. Eines der herausragenden Ereignisse wird die vollständige Retrospektive des ursprünglich aus Deutschland stammenden, legendären amerikanischen Filmemachers Ernst Lubitsch (1892-1947) sein, die in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque française organisiert wird.
Das Programm der kommenden Ausgabe umfasst ausserdem die verschiedenen weiteren Programmreihen des Festivals: die Openair-Abendvorstellungen auf der Piazza Grande, auf der sich jeweils bis zu 8000 Zuschauer einfinden, sowie der renommierte Internationale Wettbewerb, der Wettbewerb CineastInnen der Gegenwart, der den ersten und zweiten Werken von Filmschaffenden gewidmet ist, die beiden Kurzfilmwettbewerbe in der Reihe Leoparden von morgen, der Koproduktions-Workshop im Rahmen von Open Doors, die Auswahl der Kritikerwoche (Dokumentarfilme), Appellations Suisse (Schweizer Produktionen) und zahlreiche Sondervorstellungen und Events.
Dieses Jahr haben die verschiedenen Festivalsektionen einen gemeinsamen Nenner: Die Filmemacherinnen und Filmemacher sind jung – ein Zeichen für die Vitalität des Filmschaffens und für die Offenheit des Festivals für alle Genres und Formen der unabhängigen Produktion.

















