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CH-Kino | How About Love

«How About Love» ist eine leichtfüssige Liebeskömodie – könnte man meinen. Doch den Zuschauer erwartet viel mehr, als der Titel zu versprechen scheint.

4 Filmperlen4 von 5 art-tv Filmperlen(5 = Meisterwerk | 4 = sehr gut | 3 = sehenswert)

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Synopsis: Fritz (Adrian Furrer) ist beseelt und besessen von seiner Arbeit als Herzchirurg. Auf Drängen seiner Frau Lena (Andrea Pfaehler) unternehmen die beiden eine gemeinsame Urlaubsreise in den Norden Thailands. Dort besuchen sie einen früheren Arztkollegen (Martin Hug), der in einem abgelegenen Flüchtlingslager nahe der burmesischen Grenze dringend benötigte ärztliche Versorgung leistet. Von den Verhältnissen überrascht und tief berührt, ermuntert Lena ihren Mann, einige Zeit länger zu bleiben und mitzuhelfen, während sie selbst zu den Kindern in die Schweiz zurückkehrt. Derweil lernt Fritz im Flüchtlingslager Say Paw (Jorm Leun Hkam) kennen, eine burmesische Flüchtlingsfrau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Erfahrungsberichte von anderen Vertriebenen zu sammeln und aufzuschreiben. Mit dieser Ausgangslage gelingt Stefan Haupt fortan eine Geschichte, wie sie eigentlich nur das Leben schreiben könnte. Das mit besten Absichten begonnene Spontanabenteuer von Fritz entwickelt sich bald in ein spannungsreiches Dasein zwischen zwei komplett unterschiedlichen Welten. Stars: Neben den Schweizer Schauspielern nahmen an den Dreharbeiten in Thailand zahlreiche einheimische Laienschauspieler teil, die dem Film zusätzlich Authentizität verleihen. Regie & Crew: Nach seinen erfolgreichen Dokumentarfilmen «Elisabeth Kübler-Ross» (2002), «Downtown Switzerland» (2004) und «Ein Lied für Argyris» (2006), folgt auf «Utopia Blues» (2001) nun der zweite Kinospielfilm «How About Love» von Stefan Haupt. Der Zürcher Drehbuchautor und Regisseur beherbergte als Jungendlicher mit seiner Familie selbst einmal Flüchtlinge aus Kambodscha.

art-tv-Wertung: Vor dem sorgfältig recherchierten politischen Hintergrund setzt Stefan Haupt mit dieser Geschichte genau da an, wo die täglichen Bilder der Medien über ferne Katastrophen anonymer Menschen aufhören. Dabei stellen sich für die Hauptfigur Fritz private wie berufliche Sinnfragen, die sich eben erst durch persönlichen Einsatz am Ort des Geschehens – jenseits der Hotelzone – ergeben. In eindrucksvollen Bildern zeigt der Film das friedliche Zusammenleben der Flüchtlinge im Lager und überlässt das Leid der Mienenopfer bis auf wenige Schreckensszenen der Vorstellung des Zuschauers, was nicht minder schockierend ist. Die Figur Fritz wirkt angesichts der harten und hoffnungslosen Realität seiner Patienten hie und da etwas überspitzt. Doch Probleme sind eben relativ und so ist dem an einem Wendepunkt seines Lebens stehenden Arzt auch ein wenig Theatralik zu verzeihen. Stefan Haupt hatte sich mit diesem Projekt sichtlich viel vorgenommen. Nebst den verschiedenen Schauplätzen ist ihm mit geschickt verknüpften Erzählsträngen ein breiter Blick auf verschiedene Figurenschicksale gelungen, denen er ausgewogen und unvoreingenommen gerecht wird. Schliesslich leuchtet auch der Titel «How About Love» ein, geht es doch um die Liebe zum Leben selbst, um die Offenheit für Fremdes, Menschen und die Erweiterung des eigenen Horizontes. Fazit: «How About Love» ist ein packendes Gefühlsdrama mit Happy End!

Isabel Bures

Ticketverlosung für die Filmpremiere
am 24. August 18:30 Uhr im Kino Arthouse LE PARIS, Zürich
Anmeldung mit Name und Adresse unter isabel.bures@art-tv.ch

Infos title=

How About Love / Drama / Regie: Stefan Haupt / 106 Min. / Schweiz 2010 / Verleih: Praesens Film / Kinostart: 26. August 2010


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