Zum vierten Mal vergab das Aargauer Kuratorium seine fünf Auslandateliers. In diesem Jahr bewarben sich 48 Kunstschaffende aus den Sparten bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater. 15 Kunstschaffenden wurde ein 3- bzw. 6-monatiger Atelieraufenthalt in Berlin, London, Paris und Salvador da Bahia zugesprochen. Für die Dauer ihres Aufenthaltes erhalten die Gewinner monatlich 3’000 Franken.
Die Jury setzte sich aus den Fachgruppenvorsitzenden des Aargauer Kuratoriums zusammen: Eva Bechstein (Bildende Kunst), Fridolin Stähli (Literatur), Beat Blaser (Musik) und Luigi Archetti (Film). Entscheidungskriterien für den Erhalt eines Atelierstipendiums waren die individuelle Motivation der Kunstschaffenden, der Stand der künstlerischen Entwicklung und daraus abgeleitet die Erwägungen darüber, ob der Aufenthalt eine weitere Entfaltung des künstlerischen Schaffens bewirken würde.
Nebst den Auslandateliers verlieh das Aargauer Kuratorium auch Werkbeiträge. 18 Kunstschaffende aus den Bereichen bildende Kunst, Film, Literatur, Musik und Theater erhielten einen Beitrag zwischen 20'000 und 30'000 Franken.
Das Jahr 2010 verzeichnet auffallend viele Ateliervergaben und eher wenig Werkbeiträge. In diesem Jahr gelten erstmals die Richtlinien des revidierten Aargauer Kulturgesetzes, die den Aargau-Bezug neu definieren, wobei der Bürgerort als alleiniges Zulassungskriterium wegfällt. Diese Öffnung soll eine spannende Auswahl ermöglichen, die den Jurierungsprozess zwar nicht erleichtert, aber belebt und neue Vergleiche zulässt.