
Locarno 2011 | Real Fiction Cinema
Drei Boxen von je 12m Länge, 5m Breite, 2.70m Höhe und 23 bequemen Kinosesseln im Inneren - das ist Real Fiction Cinema! Während 28 Tagen gastiert das Kunstprojekt im Tessin und bereichert das Festival davor, während und danach mit ungewohnten Sehweisen.
Mobiles Kino – Reale Bilder
Real Fiction Cinema ist eine temporäre Kunstintervention von Littmann Kulturprojekte mit dem Künstler Job Koelewijn. Es ist ein mobiles Kino der realen Bilder, das an unterschiedlichen Standorten in der gesamten Schweiz besucht werden kann.
Analog einer Leinwand zeigt ein Fenster – live – die Welt in je nach Standort variierenden Ausschnitten. Die Untermalung mit bekannten Soundtracks der Filmgeschichte macht den vermeintlich vertrauten Ausblick durch die persönliche Erinnerung neu und individuell erlebbar. Handlung und Dramaturgie des «Films» werden vom Prinzip des geplanten Zufalls bestimmt.
Niki Reiser
Real Fiction Cinema besteht insgesamt aus drei identischen mobilen Containern. Dieses Mal wird der Künstler Koelewijn jedoch nur für zwei Cinemas die Filmmusik auswählen – der Soundtrack zum dritten Standort wird von Niki Reiser gestaltet. Reiser arbeitet hierfür ausschliesslich mit eigenen Filmkompositionen. Er ist einer der erfolgreichsten Filmmusiker im deutschsprachigen Raum, und seine Werke wurden zahlreich preisgekrönt. Reiser erhielt mehrfach den Deutschen Filmpreis, unter anderem für die Soundtracks von «Nirgendwo in Afrika», «Alles auf Zucker», «Jenseits der Stille» und viele andere. Weiterhin wurde er mit Preisen der deutschen Filmkritik für die Filmmusik des Remakes von «Das fliegende Klassenzimmer» sowie für den Soundtrack von «Im Winter ein Jahr» ausgezeichnet.
Die Initianten
Die Macher von Real Fiction Cinema sind Klaus Littmann und Job Koelewijn. Der holländische Künstler Koelewijn präsentierte 2006 in der Galerie Fons Welters in Amsterdam sein Projekt «Cinema on Wheels». Dieses bildet die Basis für das Schweizer Projekt. Der Basler Klaus Littmann ist nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie in Düsseldorf und unter dem Einfluss von Professor Joseph Beuys als international freischaffender Vermittler zeitgenössischer Kunst tätig. Dabei hat er sich zuerst als Initiant und Organisator von Einzel- und Gruppenausstellungen einen Namen gemacht und sich später auf die Planung und Realisierung von thematischen Kunstausstellungen sowie künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum konzentriert. Dabei stehen stets sowohl die Beschäftigung mit Alltagskultur als auch die Konfrontation von Gegenwartskunst mit historisch gewachsenen Stadträumen im Zentrum der jeweils aufwendigen und spektakulären Projekte. Klaus Littmann wurde 2002 mit dem Kunstpreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Real Fiction Cinema | eine temporäre Kunstintervention von Littmann Kulturprojekte
Ausstellungsdauer Locarno/Ascona:
Freitag, 29. Juli bis Sonntag, 28. August 2011
Öffnungszeiten:
Largo Zorzi Locarno: Littmann Kulturprojekte featuring Niki Reiser
Dienstag – Sonntag 12:00 – 19:00 Uhr, Montag geschlossen
Festivalmontag, 8. August 12:00 – 19:00 Uhr
Porto Regionale Locarno
Dienstag – Sonntag 12:00 – 19:00 Uhr, Montag geschlossen
Während des Festival del film Locarno 3. – 13. August 2011: 12:00 – 21:30 Uhr (inkl. Montag)
Piazza Torre Ascona
Dienstag 10:00 – 23:00 Uhr, Mittwoch – Sonntag 17:00 – 23:00 Uhr, Montag geschlossen
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