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Zurich Film Festival 2011 | Romans Freunde
Roman Polanski holt in Zürich doch noch das «Goldene Auge» für sein Lebenswerk ab und art-tv.ch erklärt die Festivalbesucher kurzer Hand zu seinen Freunden.
Überraschungsfilm
Der polnisch-französische Regisseur Roman Polanski hat am Dienstagabend am Zurich Film Festival den Tribute-Award erhalten, den er vor zwei Jahren nach seiner Verhaftung nicht entgegennehmen konnte. Anschliessend wurde als Überraschungsfilm die Dokumentation ROMAN POLANSKI: A FILM MEMOIR gezeigt. Der Film erzählt das aussergewöhnliche Leben des Menschen und Filmkünstlers Roman Polanski. Der Regisseur selber erzählt seinem langjährigen Freund, dem Produzenten Andrew Braunsberg, von seiner Karriere in Europa und den USA, der Tragödie mit Sharon Tate, seiner Verhaftung 1977, der daraus resultierenden Kontroverse und der Zeit bis heute.
Breite Filmographie
Der 1933 in Paris geborene Roman Polanski machte erstmals 1962 mit dem Spielfilm DAS MESSER IM WASSER auf sich aufmerksam. Es folgten Werke wie REPULSION (1965), CUL-DE-SAC (1966) oder sein Hollywood-Debüt ROSEMARY’S BABY (1968), für das er eine Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch erhielt. Grosse Kinoerfolge waren etwa TANZ DER VAMPIRE (1967), CHINATOWN (1974) oder das Holocaust-Drama THE PIANIST (2002), für das er mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar für die Beste Regie ausgezeichnet wurde. Nach THE GHOST WRITER (2010) folgte dieses Jahr die Theaterverfilmung CARNAGE, für die er am Filmfestival Venedig enthusiastische Kritiken erhielt. Polanskis filmisches Werk hat längst weltweite Anerkennung gefunden. Seine Beschäftigung mit Themen wie Beziehungsunfähigkeit, Lebensangst und selbstzerstörerischer Gewalt zieht sich durch sein ganzes filmisches Schaffen. In oft klaustrophobischen, surrealen Bildwelten nähert er sich seinen zerrütteten und vereinsamten Protagonisten an.