The Iron Lady
Margaret Thatcher untermauerte durch ihre Art den Spitznamen, den ihr einst Radio Moskau verlieh: «Die Eiserne Lady». An der 62 Berlinale erhält Thatcher-Darstellerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk den Goldenen Ehrenbären.
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Goldener Ehrenbär
Meryl Streep wirkte in mehr als 40 Filmen mit und gilt als eine der talentiertesten und vielseitigsten Schauspielerinnen weltweit. Sie erhielt zahllose Preise und Nominierungen, inklusive ihrer beispiellosen 16 Oscar-Nominierungen. Zweimal gewann sie den begehrten Preis. Insgesamt sieben Mal wurde sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet, weitere 18 Mal erhielt sie eine Nominierung. Der internationale Durchbruch gelang Streep Ende der 1970er Jahre mit der TV-Serie Holocaust, Michael Ciminos «The Deer Hunter» (1978, erste Oscar-Nominierung) und mit dem Scheidungsdrama «Kramer gegen Kramer» (1979, R: Robert Benton), für das sie ihren ersten Oscar erhielt. Einen weiteren Academy Award brachte ihr die intensive Darstellung in «Sophies Entscheidung» (1982, R: Alan J. Pakula) ein. An der 62 Berlinale wird Meryl Streep anlässlich der Vorstellung ihres jüngsten Kinofilms «The Iron Lady» im Berlinale-Palast mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Zum Film
«The Iron Lady» erzählt die Geschichte von Margaret Thatcher, der ersten weiblichen Regierungschefin Europas. Sie kam aus einfachem Hause: Ihr Vater war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin. Margaret Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus, politischer Haltung, bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt. Ein Mythos. Phyllida Lloyds Film zeigt, wie ein persönlicher Lebensrückblick von Margaret Thatcher aussehen könnte: In bruchstückhaften Erinnerungen wägt Margaret ab, wie hoch der Preis für ihre Entscheidungen war. Der Film dreht sich weniger um Politik als um Macht und deren Verlust.
Stimmen
Diese Ausnahmeschauspielerin zieht mit ihrer Darstellung der senilen, spröden und schrulligen Thatcher unweigerlich in den Bann, dass man beinahe meint, es mit der echten zu tun zu haben. moviemaze.de | Es ist besser als die echte Thatcher. The Times |
The Iron Lady | Regie: Phyllida Lloyd | Grossbritannien, 2011 | Dauer: 104 Min. | Mit: Meryl Streep, Jim Broadbent, Anthony Head, Richard E. Grant, Roger Allam
Verleihung des Goldenen Ehrenbären: 62. Berlinale, 14. Februrar 2012
In den Kinos der Deutschschweiz ab 1.3.2012
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