Zurich Film Festival 2012 | Herbert Grönemeyer Jurypräsident
Der deutsche Sänger und Schauspieler Herbert Grönemeyer wird am 8. Zurich Film Festival (20. bis 30. September 2012) die deutschsprachige Spielfilmjury leiten. Grönemeyer ist selber ein Gesamtkunstwerk.
Musiker und Filmkomponist
Mit Herbert Grönemeyer beehrt einer der bekanntesten und erfolgreichsten Musiker Europas das ZFF. Grönemeyer hat sich auch als Filmmusikkomponist und als Schauspieler einen Namen gemacht. Seinen bisher grössten Erfolg hatte er vor zehn Jahren mit dem Album «Mensch», das als das meistverkaufte Album der deutschen Musikgeschichte gilt. Am bekanntesten ist und bleibt sein Lied «Bochum», das er zu Ehren der Stadt geschrieben hat, in der er aufgewachsen ist. Kultstatus erreichte zudem die Single «Zeit, dass sich was dreht», die offizielle Hymne zur Fussball-WM 2006 in Deutschland. Besonders bewegend ist «Der Weg», eines seiner schönsten Lieder, das den Tod seiner Partnerin zum Thema hat.
Zahlreiche Preise
Noch vor seiner Musikkarriere hatte Grönemeyer Engagements auf Theaterbühnen und in Filmproduktionen. Er war musikalischer Leiter am Schauspielhaus Bochum und arbeitete mit Theatergrössen wie den Regisseuren Claus Peymann, Peter Zadek und Robert Wilson oder der Choreographin Pina Bausch. Als Filmschauspieler kennt man Grönemeyer vor allem als Leutnant Werner im Antikriegsfilm «Das Boot» (1981) von Wolfgang Petersen. Er verkörperte aber auch Robert Schumann im Film «Frühlingssinfonie» (1982) von Peter Schamoni. Und er spielte an der Seite von Julie Christie, Burt Lancaster und Bruno Ganz im Film «Väter und Söhne» (1985) von Bernhard Sinkel. Seit 1985 komponiert Grönemeyer auch regelmässig Soundtracks für Filme. Seine letzte Filmmusik schrieb er für den US-Spielfilm «The American» (2010) von Anton Corbijn mit George Clooney in der Hauptrolle. Grönemeyer ist in seiner langen Musikkarriere mit zahlreichen Preisen geehrt worden.