Preisträger der 1. Runde des 3. Migros-Kulturprozent CH-Dokfilm-Wettbewerbs
Thomas Isler, Produktion maximage, Zürich, mit «Wegsperren, Ausschaffen und Diskriminieren». Der Autor beabsichtigt in seinem Film ein Stimmungsbild von Europa in der Krise zu zeichnen, in dem sich rechtsradikale Kreise inspirieren lassen von einem Land und seiner direkten Demokratie, das sich selber gerne als Wiege der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte sieht – der Schweiz. Im Mittelpunkt stehen die menschlichen Folgen der populistischen Politik.
David Vogel, Produktion Dschoint Ventschr, Zürich, mit «Und Manuela heisst jetzt Aïcha». In der Schweiz konvertieren jedes Jahr Hunderte Männer und Frauen zum Islam oder Judentum. Vor diesem Hintergrund begleitet der Autor zwei junge Frauen, die sich aus Beziehungsgründen zu einem Übertritt entscheiden, auf ihrem Weg. Dabei versucht er, sowohl den spezifischen Herausforderungen der Konversion als auch der Irritation auf die Spur zu kommen, die dieser Schritt im gesellschaftlichen Umfeld hervorruft.
Floriane Closuit, Produktion Intermezzo Films, Lausanne, mit «Pas à pas». Die Autorin leidet seit ein paar Jahren an Multipler Sklerose und nimmt dies zum Anlass, um aus persönlicher Perspektive einen Film über den Umgang mit der Krankheit, die täglichen Herausforderungen der körperlichen Beeinträchtigung, aber auch die Reaktionen des sozialen Umfelds zu dokumentieren. In ihrem Film soll es um Themen wie Normalität, menschliche Würde oder gesellschaftliche Integration gehen.
Pardo 2012 | CH-Dokfilm Wettbewerb
Unter dem Titel «Mut? Mut!» hat das Migros-Kulturprozent im Januar 2012 zum dritten Mal seinen CH-Dokfilm-Wettbewerb ausgeschrieben. Am Filfmestival Locarno gab es nun die drei Gewinner bekannt.
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