«Singing to the Sea» –
so der Titel eines eindrücklichen Films von Bethan Huws
(*1961). Ein bulgarischer Frauenchor besingt das Meer an der
Küste Northumberlands, der menschliche Gesang trifft
auf das Rollen der Wellen, die Klänge aus den Bergen
berühren die See. Solche subtile geographische Verschiebungen
wie auch das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturräume
sind charakteristisch für das Schaffen der in Wales geborenen,
in London ausgebildeten und heute in Paris lebenden Künstlerin.
In Rückbesinnung auf die radikalen
Positionen der Konzeptkunst hat sie ein eigenwilliges Werk
entwickelt, das die inhärente Selbstbezüglichkeit
der Moderne aufbricht und sie an das eigene Erleben und Empfinden
bindet. Dabei bedient sie sich sowohl der klassischen Medien
wie Zeichnung oder Skulptur, aber auch der Fotografie und
des Films.
Versetzen und Übersetzen: Mit subtiler Poesie und feinem
Humor spielen das eigene Erinnern und die Frage nach der kulturellen
Identität im Schaffen der Künstlerin eine wesentliche
Rolle. Die umfassende Einzelpräsentation wurde in Zusammenarbeit
mit dem Bonnefantenmuseum in Maastricht erarbeitet und ermöglicht
einen vertieften Einblick in das stille Werk von Bethan Huws.
Eine subtile Ausstellung, ein Kontrapunkt
zum grossen Spektakel!
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