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Francine Brücher und André Chevailler erhalten die Ehrenperlen

Die Ehrenperle der Schweizer Filmperle wird jährlich an Personen vergeben, die sich hinter den Kulissen in hohem Masse für den Schweizer Film engagiert haben. Die bisherigen Preisträger sind Madeleine Hirsiger, Gabriela Bussman und Jean Perret.

Ehrenperle an Francine Brücher und André Chevailler

Im Rahmen eines „Perlendiners“, zu dem rund fünfzig Personen aus der Filmbranche geladen waren, wurde Francine Brücher für ihre langjährige Arbeit als Filmagentin geehrt. Regisseur Christian Frei, der von Brücher damals zur Oscar-Nomination für seinen Film „War Photographer» nach Hollywood begleitet wurde, sprach in seiner Laudatio von „der Seele des Schweizer Films“ und ehrte Brücher als „weltweite Social Networkerin des Schweizer Filmschaffens“. Brücher kam 1972 zum Film. Es war die grosse Zeit des deutschen Autorenfilms. Brücher agierte als Weltvertriebsleiterin für grosse deutsche Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Werner Schroeter, Alexander Kluge. In den letzten Jahren arbeitete Brücher für die Promotionsfirma „Swiss Films“, für die sie immer noch auf Mandatsbasis tätig ist.

Eine zweite Ehrenperle erhielt André Chevailler. Der Romand hat 40 Jahre lang in der Cinémathèque suisse Lausanne gearbeitet und dort die weltweit einmalige Plakat- und Fotosammlung aufgebaut, von der immer wieder Journalisten und Festivals profitieren. Als er 1972 seine Arbeit aufnahm, hatte die Cinémathèque 300 Poster und 100 000 Filmstils, heute sind dank Chevailler 150 000 Poster und über 3 Millionen Fotos in deren Besitz. Chevailler ist eine internationale Grösse. Die Laudatio wurde von Jean Perret gehalten, dem langjährigen Direktor des Filmfestival Visions du Réel.