Player laden ...

Innerschweizer Filmpreis | 4. und 5. März 2017 | Stattkino und Bourbaki Luzern | alle 14 prämierten Filme können für eine Tagespauschale von 10 Franken angeschaut werden | Es finden anschliessend moderierte Gespräche mit den Filmschaffenden statt

Attraktives Rahmenprogramm: Mehrere Infostände geben Einblicke in die Innerschweizer Filmszene und werden mit einem Podiumsgespräch ergänzt: Zentralschweizer Filmförderung wohin? | Stattkino, Samstag, 4. März, 16 Uhr – 17 Uhr

Die Preise werden im Rahmen einer Gala am Samstagabend vergeben (nur auf Einladung)

Aus dem Schaffen von Erich Langjahr wird im Rahmen des Innerschweizer Filmpreises der Film «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» (2002) am Sonntag, 5. März 2017 um 11.00 Uhr im stattkino Luzern gezeigt.

Weitere Details siehe Link

Innerschweizer Filmpreis 2017 | Ehrenpreis für Erich Langjahr

Erich Langjahr wird anlässlich der ersten Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises der Albert Koechlin Stiftung mit dem Ehrenpreis bedacht. Damit wird ein Autodidakt geehrt, der wie kaum ein anderer für die «Nouvelle Vague» des Schweizer Films steht.

Service

» Mitglied werden

» Newsletter abonnieren

» Video bestellen


Nouvelle Vague
Erich Langjahr ist einer der ganz grossen Innerschweizer Filmschaffenden, und es ist naheliegend, ihn mit einem Preis für sein Lebenswerk auszuzeichnen. So darf er denn auch als erster den neu geschaffenen Ehrenpreis des 1. Innerschweizer Filmpreises entgegennehmen. Erich Langjahr (*1944) aus Root ist sowohl Regisseur, Kameramann als auch Produzent. Er macht also alles gleichsam im Alleingang und verkörpert dadurch wie kaum ein Zweiter im Schweizer Film das Konzept der «Nouvelle Vague». Dieses fordert von einem Regisseur, sich an allen Schritten der Filmproduktion zu beteiligen, um einen ureigenen Stil entwickeln zu können. Durch die charakteristische Handschrift des Regisseurs werden die Filme persönlicher und individueller. Eine Forderung, der Langjahrs Werk zweifellos nachkommt, was seinen Filmen eine ganz persönliche Handschrift verleiht.

Autodidakt
Erich Langjahr begann ab 1973 als Autodidakt Dokumentarfilme zu drehen, die insbesondere in der Schweiz und in Deutschland auf aussergewöhnliche Resonanz stiessen. Sein bisher grösster Erfolg war Langjahr 2002 mit «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» beschieden. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise, darunter 2003 den Schweizer Filmpreis als bester Dokumentarfilm. Bereits ein Jahr zuvor wurde Langjahr mit dem Innerschweizer Kulturpreis geehrt. Damit wurden Filme wie «Morgarten findet statt» (1978), «Ex voto» (1986), «Männer im Ring» (1990), «Sennen-Ballade» (1996), «Bauernkrieg» (1998) und natürlich auch «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» (2002) gewürdigt. Es folgten «Das Erbe der Bergler» (2006) und als weiterer Meilenstein in seinem Schaffen «Mein erster Berg, ein Rigi Film» (2012). Anlässlich dieses Filmes hatte Langjahr arttv.ch in seinem Haus empfangen und Einblicke in seine Welt gewährt (siehe Video). Ein Kosmos der Kreativität, Eigenständigkeit und cineastischen Leidenschaft, stark mitgeprägt durch die Zusammenarbeit mit seiner Frau Silvia Haselbeck, die selber Filmemacherin ist und mit der er gemeinsam den Film «Geburt» (2009) realisierte.

Der Mensch im Mittelpunkt
Langjahrs bisher letzter Film heisst «Für eine schöne Welt» (2016). Ein Filmporträt über den am 17. Januar 2016 mit 99 Jahren verstobener Künstler Gottfried Honegger, den er in seinem Film auf den Obwaldner Bildhauer Kurt Sigrist treffen lässt. Wie in den Filmen zuvor stellt Langjahr auch hier den Menschen in den Mittelpunkt. In einem Interview mit «zentralplus», dem Onlinemagazin für Luzern und Zug, erklärt Langjahr auf die Frage, welche Themen ihn in seinen Filmen ansprechen: «Da gibt es eigentlich nur ein Thema: den Menschen. Das ist das, was mich interessiert, was mich beschäftigt.» Im gleichen Interview gibt sich Langjahr auch als grosser Fan von Charlie Chaplin zu erkennen, den er als sein cineastisches Vorbild bezeichnet. «Mit welchem international bekannten Schauspieler, tot oder lebendig, würden Sie gerne einen Film drehen?» – «Mit Charlie Chaplin. Und mit dem deutschen Regisseur und Schauspieler Rainer Werner Fassbinder.» Der beste Film aller Zeiten ist für Langjahr denn auch «The Kid» von Grossmeister Charlie Chaplin.

Wie hat die Digitalisierung das Filmemachen verändert?
Erich Langjahr: «Die Digitalisierung war schon eine Art Zäsur. Technisch war der Aufwand früher viel grösser, gerade zum Beispiel die Arbeit am Schneidetisch. Das wurde durch die Digitalisierung natürlich stark vereinfacht. Die geistige, intellektuelle Arbeit ist aber nicht weniger geworden. Dort gab es keine Verkürzung, das lässt sich nicht beschleunigen. Das muss auch so sein. Wenn ein Gärtner an den Setzlingen ziehen würde, würde man ihn als geisteskrank bezeichnen.» (Quelle: zentralplus.ch)

Infos

Innerschweizer Filmpreis | 4. und 5. März 2017 | Stattkino und Bourbaki Luzern | alle 14 prämierten Filme können für eine Tagespauschale von 10 Franken angeschaut werden | Es finden anschliessend moderierte Gespräche mit den Filmschaffenden statt

Attraktives Rahmenprogramm: Mehrere Infostände geben Einblicke in die Innerschweizer Filmszene und werden mit einem Podiumsgespräch ergänzt: Zentralschweizer Filmförderung wohin? | Stattkino, Samstag, 4. März, 16 Uhr – 17 Uhr

Die Preise werden im Rahmen einer Gala am Samstagabend vergeben (nur auf Einladung)

Aus dem Schaffen von Erich Langjahr wird im Rahmen des Innerschweizer Filmpreises der Film «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» (2002) am Sonntag, 5. März 2017 um 11.00 Uhr im stattkino Luzern gezeigt.

Weitere Details siehe Link


Sehen Sie auch

INNERSCHWEIZER FILMPREIS 2017 | DIE GEWINNER
Innerschweizer Filmpreis | Die Idee | Filmpreis und Kurzfilmwettbewerb

Weitere Beiträge auf art-tv.ch

Don Juan kommt aus dem Krieg I Theater Parfin de Siècle

Don Juan kommt aus dem Krieg I Theater Parfin de Siècle

Es ist eines der seltener gespielten Stücke von Ödön von Horváth. Nun...

Luzerner Theater | Mütter

Luzerner Theater | Mütter

«Wo schmeckt es besser als bei Muttern?» Das Luzerner Theater serviert poetisch...

FIFF 2017 | Neues Territorium | Nepal

FIFF 2017 | Neues Territorium | Nepal

Das Internationale Filmfestival Fribourg FIFF stellt in der Kategorie «Neues Territorium» das...

The Other Side of Hope

The Other Side of Hope

Im Zuge der Flüchtlingskrise nimmt auch Finnland Menschen auf, die aus ihrer...

Moka

Moka

Diane verlässt überstürzt und mit wenig Gepäck ihre Heimatstadt Lausanne. Bewaffnet mit...

Parents

Parents

Als ihr Sohn Esben auszieht, beschliessen Kjeld und Vibeke, in ein kleineres...

Stapferhaus Lenzburg | Heimat. Eine Grenzerfahrung

Stapferhaus Lenzburg | Heimat. Eine Grenzerfahrung

Heimat – Ein aktuelles Thema, über das zur Zeit viel geredet wird...

FIFF 2017 | FESTIVALDIREKTOR THIERRY JOBIN | DAS VIDEOINTERVIEW

FIFF 2017 | FESTIVALDIREKTOR THIERRY JOBIN | DAS VIDEOINTERVIEW

Man munkelt, er hätte das beste Händchen aller Filmfestivaldirektoren der Schweiz für...

600 Jahre Niklaus von Flüe – Unterwegs | Ein mobiles Erlebnis

600 Jahre Niklaus von Flüe – Unterwegs | Ein mobiles Erlebnis

«Niklaus von Flüe - Unterwegs» zeigt: Weniger ist mehr. Die schweizweite Tour...

Theater Basel | Oresteia

Theater Basel | Oresteia

Im Musiktheater «Oresteia» verschwimmen die Grenzen von Recht und Unrecht. Der griechische...

Visions du Réel 2017 | Interview mit Luciano Barisone

Visions du Réel 2017 | Interview mit Luciano Barisone

«Ein paar Filmszenen ... und die Reise beginnt. Die Bilder zeichnen einen...

Theater Basel | Die Genesung der Grille | Oper von Richard Ayres

Theater Basel | Die Genesung der Grille | Oper von Richard Ayres

Grundlage der Oper von Richard Ayres ist ein Kinderbuch: Ein düsteres Gefühl...


Partner

unterstützt art-tv.ch

Anzeige