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Visions du Réel | Mi, 14. April 2010 | Théâtre de Marens
Wiederholung | Mo, 19. April 2010 | Salle Communale
Wiederholung | Mi, 21. April 2010 | Théâtre de Marens

«Aishee [Still Alive in Gaza]» erhält zwei Preise:
- Preis der Jury des Jungen Publikums.
- Preis der Jury Buyens-Chagoll (Ein vom gefeierten Cineasten-Paar Franz Buyens und Lydia Chagoll (Atelier VDR 2008) ins Leben gerufener Preis, der ein Werk mit humanistischem Wert auszeichnet.)

Visions du Réel | Aisheen

Gaze scheint wie eine Geisterstadt. Die Stille nach dem Krieg, «Aishee [Still Alive in Gaza]» von Nicolas Wadimoff nimmt uns nach nach dem Ende des israelischen Militäroffensive im Februar 2009 auf eine aussergewöhnliche Reise in den Gaza-Streifen mit. «Aishee» bedeutet auf arabisch "still alive - noch lebend".

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Synopsis Das Gebiet ist ausgedehnt und dennoch zwischen dem Meer und der Grenze zu Israel gefangen. Ausgedehnt im Hinblick auf die dort lebenden Menschen, weil sie auf der Seite des Lebens und nicht des Todes stehen, und im Hinblick auf ihre Kultur und ihre Hoffnungen auf Frieden. Gefangen, weil der Gazastreifen eine Geschichte grosser Gewalt erlebt hat. Die Offensive der israelischen Armee am 27. Dezember 2008 endete am 18. Januar – sie war kurz und brutal. Drei Wochen später begeben sich Nicolas Wadimoff und sein Team für zwei Wochen nach Gaza. Ihr ehrgeiziges Ziel: Sie wollen sich radikal von den «News» über das Ereignis distanzieren und ihren Blick an der Alltagsrealität fern von militanten und ideologischen Fragen messen. Der Filmemacher zeichnet eine Landkarte dieses Gebiets: gequälte Erde, aus der hundertjährige Olivenbäume gerissen werden; ein Tierreich, dessen Fortbestand sogar im Zoo ungewiss ist; ein Spaziergang durch einen Vergnügungspark mit zerstörten Fahrgeschäften ; eine Kultur, deren allzu konservative Werte vom Rap über den Haufen geworfen werden. So entsteht Stück für Stück aus symbolträchtigen Orten und Personen allmählich ein Gesamtbild.

Wertung Nicolas Wadimoff thematisiert einerseits die Geschichte des kollektiven Stumpfsinns, die Erschöpfung der durch die erlittene Gewalt gezeichneten Sinne, andererseits dieses In-der-Welt-Sein, das sich in tausend Gesten, Worten, Haltungen, intelligenten oder poetischen Einfällen äussert. Von «Aishee [Still Alive in Gaza]» (arabisch für «immer noch am Leben») geht eine seltsame Ruhe aus, eine Stille, auf die eine donnernde Explosion folgt. Und genau in dieser paradoxen Stille beobachtet dieser Film, hört zu, zeigt Begegnungen und nimmt sich in den Sequenzen Zeit, den Menschen im Gazastreifen zu Anerkennung und Menschlichkeit zu verhelfen. Dies ist der erste wichtige Film nach dem Krieg, der für alle Länder der Welt steht, die unter Gewalt leiden. Der merkwürdige Reigen wird vom Sprechgesang der neuen Rappergeneration Palästinas begleitet. In diesem Moment wird der Film eins mit dem herrlich nostalgischen Karussell, das sein Betreiber unbeirrt repariert und damit wieder benutzbar gemacht hat.

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«Aishee [Still Alive in Gaza]» erhält zwei Preise:
- Preis der Jury des Jungen Publikums.
- Preis der Jury Buyens-Chagoll (Ein vom gefeierten Cineasten-Paar Franz Buyens und Lydia Chagoll (Atelier VDR 2008) ins Leben gerufener Preis, der ein Werk mit humanistischem Wert auszeichnet.)


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